Mittwoch, 13. Juli 2011

Summerlounge – Lesen unterm Walnussbaum ...

Bereits vor einigen Jahren habe ich bei einer Freundin eine ganze Sitzecke aus Europaletten gesehen, die einfach cool aussah. Zugegebenermaßen befindet sich diese Sitzecke in der Karibik und wirkt dadurch natürlich ganz lässig und passend. Die Idee blieb aber im Hinterkopf.

Vor ca. zwei Wochen sah ich eine solche „Summer-Lounge“ wieder in einer Frauenzeitschrift. (Sorry, könnte Für Sie oder freundin gewesen sein ...). Gesehen, überlegt und jetzt in die Tat umgesetzt. Wir haben einen Riesenwalnussbaum, unter dem sich einfach toll relaxen lässt. Dem Platz fehlte momentan aber noch die nötige Atmosphäre.
Eine Europalette fand sich noch, also in den Baumarkt wetterfeste Holzfarbe kaufen und loslegen. Die Auswahl an fertigen Holzfarben ist, nun ja eher überschaubar bis trist. Das Gute ist aber, dass man auch Holzfarben mittlerweile mit den tollen Farbfächern in eigentlich jeder Farbe mischen lassen kann.
Erster Schritt – säubern und ein bissel glatt schleifen, dann Farbe auftragen und trocknen lassen. Daran denken, dass man auch die unteren Querstreben sieht und alles streicht! Im Fundus wurde noch ein alter Klapptisch entdeckt, der ebenfalls angeschliffen und neu gestrichen wurde.
Schon ist die Sitzgelegenheit für den Garten fertig.
Man kann das auch mit zwei Paletten zwecks Höhe machen, aber da die zweite sich bisher noch nicht gefunden hat, haben sich einige Gartenplatten als gute Alternative erwiesen.

Ein paar bunte, dicke Kissen drauflegen oder wer hat, eine Matratze und schon ist die Lese- und Relaxoase fertig. Kaltes Wasser für die Füße und was Leckeres zum Trinken mitnehmen und schon kann man die heißen Tage erstklassig genießen.

Mittwoch, 22. Juni 2011

Happy Birthday, Billy (Wilder) ... Zum 105. Geburtstag

Ich würde lügen, würde ich behaupten, ich wüsste noch, wann ich meinen ersten Billy Wilder-Film gesehen habe. Doch mein Interesse an alten Streifen aus der „Goldenen Ära Hollywoods“ ist früh geweckt worden. Wenn früher am Wochenende auf den dritten Programmen alte schwarz-weiß Filme liefen, dann schauten wir diese in der Familie. Auf diese Weise sah ich Klassiker wie „Bringing up, Baby“, „Gentlemen prefer Blondes“, „Arsenic and Old Lace“ oder „African Queen“. Kein Wunder, dass mich während des Studiums ebensolche Filme interessierten und meine Magisterarbeit über Ernst Lubitsch entstanden ist. Als die Themenwahl für meine Dissertation anstand, fiel die Entscheidung letztlich auf Lubitschs „Ziehsohn“: Billy Wilder.
Mittlerweile sind knapp acht Jahre vergangen, in denen mich Billy und seine Filme beschäftigt und begleitet haben. Die Dissertation ist abgeschlossen, die Publikation steht kurz bevor und noch immer faszinieren mich diese Filme. Wer sie kennt, weiß welche guter Beobachter Wilder war, wie nachhaltig pointiert die Filme sind, wie treffend formuliert die Dialoge klingen und wie aktuell die Themen auch heute noch sind. Das Themen- und Figurenspektrum ist immens und für seine Zeit visionär: Pechvögel, Politiker, (Ehe-)Frauen und Männer, Mörder, Kriegsgefangene, Alkoholiker, Journalisten, Showstars und Manager tragen u. a. Themen wie Travestie, Kuppelei und Prostitution, Angriffe auf das Hollywood-System, auf Politik und Presse ... Gut verpackt in (zumeist) Komödien trifft der filmische Gesellschaftskarikaturist den Nerv – und wurde deshalb nicht selten als Zyniker verurteilt.
Heute gelten Filme wie Some like it hot“, The Apartment“, „The Seven Year Itch“ oder „One, Two, Three“ ebenso als Klassiker wie Bonmots à la „Nobody s perfect“. Doch Wilders Werk bietet neben den bekannten Komödien, noch eine ganze Reihe weiterer Filme, die es zu schauen lohnt. Vielleicht ist ja der heutige 105. Geburtstag ein guter Anlass, eine Lanze für das Entdecken des Wilderschen Kosmos’ zu brechen. Die meisten Filme sind mittlerweile auch in Deutschland erhältlich. Anschauen sollte man sie aber, wenn möglich im Original – es lohnt sich!

Alle Filme zu sehen ist (vielleicht) ein bissel ambitioniert, aber um einen Eindruck des breiten Spektrums zu bekommen, empfehle ich neben den genannten:
„Ace in the Hole“
„A Foreign Affair“
„Buddy, Buddy“
„Double Indemnity“
„Five Graves to Cairo“
„Love in the Afternoon“
„Stalag 17“
„Sunset Boulevard“
„The Fortune Cookie“
„The Front Page“
„The Lost Weekend“
„Witness for the Prosecution“

Sonntag, 19. Juni 2011

Sommerliche Götterspeisen ...

Nein, ich meine nicht Götterspeise im Sinne von Kindergeburtstag ;-) Ich denke mehr an eine Frucht der Götter: Mango! Also empfehle ich einfach mal selbst gemachtes Mango-Eis und einen leckeren Mango-Drink.

Für das Eis habe ich 3 Mangos geschält, klein geschnitten und sie dem Pürierstab ausgesetzt. Danach wanderten sie in den Standmixer, gefolgt von einem Schluck Sahne oder Milch (je nach Geschmack). Dazu ein wenig Vanille – der Griff zu Schote lohnt immer, sonst zumindest Bourbon-Vanillezucker.
Schon präsentiert sich in strahlendem Gelb eine fruchtige, zarte Masse, die nun zu Eis gekühlt werden bzw. in die Eismaschine gegeben werden kann. Schmeckt auch einfach nur gekühlt oder direkt ganz hervorragend!
Von der Mango zum Mango-Eis

Die übrig gebliebene Mango wurde ebenfalls geschält und in Stücke geschnitten. Danach ab in den Standmixer und mit etwas Joghurt und Milch versetzen – ist wie ein köstlicher Lassi. Wer mag, gibt einen Teelöffel Honig dazu. Dan heißt es nur noch, die cremige, sonnengelbe Masse zu genießen!
Naumis Mango-Lassi

Schmeckt definitiv nach Sommer – muss das Ganze dringend mal mit Buttermilch ausprobieren ;-)