Donnerstag, 4. Oktober 2012

Der Countdown läuft ... Messevorbereitung für Frankfurt 2012


Tatsächlich steht in diesem Jahr bereits meine 10. (berufliche) Frankfurter Buchmesse an. Kleines Jubiläum und wenn ich mich zurück erinnere an meine erste Messe ... meine Güte! Da war alles noch so neu und ich wusste so vieles noch nicht – auch ganz pragmatisches. Doch die Jahre inklusive Messeplanung bringen viel Erfahrung mit sich - eigene und die von anderen ... und schon wappne ich mich ganz anders ;-)

Termine
Termine macht man zeitig aus und notiert sie, gerne mit Standnummer, Treffpunkt und Handynummer – und plant Schwatz-Puffer ein.
Friseurtermin und die Vorbereitung der Messegarderobe
Vielleicht ein stärker weiblich ausgeprägtes Bedürfnis, aber sicher auch für die männlichen Kollegen nicht ganz unrelevant: Kurzfristig festzustellen, dass es keinen Termin mehr gibt, dass die Bluse/das Hemd doch noch in der Wäsche(rei) sind, die Schuhe Absatzprobleme aufweisen oder der Körper sich im Laufe des Jahres in die eine oder andere Richtung verändert hat, erzeugt unnötigen Stress.

Wie gut kenne ich mich selbst?
Laufe ich als Frau am liebsten in flachen Schuhen? Dann ist die Messe definitiv der falsche Zeitpunkt um auf High-Heels umzusteigen. Tendenziell sind die Füße ja bei allen abends platt. Ich zwinge mich zudem nachts dazu, ihnen noch ein kühlendes Gel zu gönnen – und siehe da: Sie danken es mir am nächsten Tag.
Leide ich an trockenen Augen, mucken die Kontaktlinsen bei Messeluft, zerreiße ich prinzipiell meine Strumpfhose, bin ich anfällig für Kopfschmerzen, Heiserkeit etc.? Entsprechend gehören die kleinen Helfer wie Aspirin, Bonbons und Co. in die Tasche, ebenso wie Bargeld (für alle Kartenkinder wie mich ein Extrapunkt), zur Not ne Ersatzstrumpfhose und Erfrischungs-/ Desinfektionstücher /-gel (es gab da mal so eine Ekelgeschichte ... ).
Für alle, die es mal erwischt, kann ich aber auch sagen: Es gibt auch Nadel und Faden auf der Messe für einen Not-Näheinsatz.

Ernährung/Trinken
Ganz spezielles Thema ;-) Ich liebe ja bekanntermaßen Laugengebäck, aber nach fünf Tagen Messe ... grrrrr. Ein fruchtiger Smoothie, Buttermilch, Trinkjoghurt, Müsliriegel und ja, frisches Obst und Gemüse sind gar nicht sooo doof. Es ist erstaunlich, wie sehr sich Menschen über ein Stück Karotte auf der Messe freuen können!
Als Kaffeejunkie habe selbst ich gelernt, einerseits darauf zu achten, wo man Ja zu einem Kaffee sagt und wo lieber nicht ;-) und andererseits zwischendrin einfach mal ein anständiges Glas Wasser zu trinken oder zwei.
Ach ja, wenn man abends essen gehen möchte und sich nicht so gut in Frankfurt auskennt – lieber mal die Ansässigen fragen!

So, da ich noch am bevorstehenden Wochenende Coachingausbildung habe und nichts machen kann, ist die Messevorbereitung bereits in der heißen Phase und ich bin fast gewappnet. Ich freue mich wie jedes Jahr auf diese hektischen, fünf Tage voller Gespräche, Wiedersehen, Kennenlerntreffen, Bücher, Eindrücke, Spaß und spannende Termine!
Allen frohes Vorbereiten und Anreisen – und bis nächste Woche in Frankfurt!

Donnerstag, 13. September 2012

Von Einhörnern und der Kunst, man selbst zu sein ...

„Always be yourself unless you can be a unicorn – than always be a unicorn!“ Ich bin vor einigen Tagen über den Spruch gestolpert und musste schallend lachen! Letztlich geht es einfach um das Prinzip „Sei Du selbst“ und ich bin überzeugt, dass man kein Einhorn sein muss, um einzigartig und besonders zu sein.
Gerade bei Menschen, die mir nahestehen, denke ich so oft, wie besonders sie sind und was sie Tolles machen – und man kann es ihnen nicht oft genug sagen, denn selbst sieht man das ja generell kritischer ;-)
Da ich aktuell meine Coachingausbildung angefangen habe – ja, auch das ein großer Schritt und gerade sehr spannend – nehme ich mir den Spruch „Erwischen beim Gutmachen“ zu Herzen: Es geht darum, den Blick auf die Stärken zu richten und nicht auf Kritik oder (vermeintliche) Mankos. Klar, man kann immer Sachen verbessern und noch mehr dazu lernen, aber ich merke, dass ich mit mir doch eigentlich ganz zufrieden bin und vielleicht auf manches sogar stolz sein kann. So habe ich an diesem Wochenende festgestellt, dass ich tatsächlich ruhiger geworden bin ... Nein, ich lache immer noch schallend (siehe oben) und bin auch sonst sicher nicht leise, aber in mir ruhiger, bewusster und sicherer.
So erinnert mich das Einhorn daran, immer mehr zu mir selbst zu finden. Mein Ding zu machen und das Gefühl zu haben, es ist gut so, wie ich Dinge angehe und umsetze. Eben meinen Stil zu finden und zu leben – und das ist unglaublich befreiend. Das läuft nicht immer reibungslos oder unproblematisch ab, schließlich ist es eine Entwicklung, in der noch viel Potential steckt, aber sie gefällt mir und tut mir gut.
Dieses Potential sehe ich bei so vielen im Umfeld und stelle erfreut fest, dass immer mehr sich trauen, sie selbst zu sein, noch mal Bestehendes über den Haufen zu werfen, Ansichten zu überdenken, neue Wege zu beschreiten und an sich und die eigenen Fähigkeiten zu glauben und für sich selbst einzustehen ... Das ist schön!
Da das ein Thema ist, das mir freundschaftlich wie Coaching bedingt besonders mit Nele immer wieder begegnet, bediene ich mich ihrer Spruchsammlung und halte es mit Sören Kierkegaard, der sagt "Das Große ist nicht dies oder das zu sein, sondern man selbst zu sein." Versuchen wir es heute einfach mal!

Dienstag, 21. August 2012

Alltagsfluchten

Ich bin ja nicht umsonst nach Mainz zurückgekommen – mein Lokalpatriotismus ist durchaus vorhanden ;-) Aber manchmal vergisst man selbst, wie schön die Region hier ist und was man alles unternehmen kann!
Das Problem ist nur, es gibt ja immer so viel anders zu tun. Entsprechend möchte ich zwar dies und das machen, aber natürlich erst, wenn ALLES erledigt ist. So kommen die kleinen Auszeiten zu kurz. Der Garten schreit nach ordnenden Händen, der Sport fällt knapp aus und spontane Unternehmungen sind rar. Das ist absolut okay, denn es macht unglaublich viel Spaß.
Trotzdem braucht es auch Ruheoasen, um Kraft zu tanken, über den Tellerrand zu blicken und den Kopf frei zu bekommen. Ohne diese Ausbruchszeiten wird es sonst im Arbeitsalltag schwierig. Es ist mir also durchaus bewusst, wie wichtig die viel zitierte Work-Life-Balance: Der Geist ist willig ... in der Umsetzung hapert es aber halt doch ;-)
Entsprechend habe ich mich riesig auf ein paar Tage mit Nele und Eva gefreut. Neben gediegenem Grillpower, lecker Kuchen, guten Gesprächen und lautem Gelächter, waren wir viel draußen unterwegs, waren schwimmen, haben die Sonne genossen und Füße und Seele baumeln lassen ... Gerne im oder am Wasser.
Zusätzlich war ich mit Freunden im rheinhessischen Hinterland unterwegs und habe das satte Grün und die üppige Vegetation
der Landschaft bewundert, habe abends einfach mal alles stehen und liegen gelassen, um ganz kurzfristig Einladungen zu folgen und habe es genossen, bis spät draußen zu sitzen, in Gesprächen zu versacken und wenig Schlaf zu bekommen.
Siehe da, das tut richtig gut! Klar, sind Rhein oder auch ein Freibad nicht gleich das Meer, doch der Blick aufs Wasser entspannt wirklich sehr schnell. Das ist wie ein Turbo-Kurzurlaub.
Das will ich häufiger! Genauso wie zu kurze Nächte. Die rächen sich zwar kurzfristig beim Aufstehen am nächsten Morgen, aber sie geben auch viel Kraft, weil man einfach Spaß hatte. Also Pflichtgefühl und Arbeitstier einfach mal in die Schublade stecken, denn manchmal ist es viel vernünftiger, unvernünftig zu sein ;-)