Donnerstag, 11. April 2013

Urban Queen, Businesswoman oder Diva – Wenn der Spaß beim Namen beginnt …

Vorsicht – das ist wirklich ein Mädchenbeitrag! Denn heute geht es um Nagellack, jawohl! Nein, ich habe keinen Werbevertrag unterschrieben und ja, es gibt sicher wichtigere Themen im Leben, aber manchmal machen auch die Kleinigkeiten gute Laune und sorgen für ein Lachen…
So mit 17, 18 waren bunte Fingernägel schon einmal ganz angesagt. Da wechselte ich so viel die Farbtöne, dass dank Acetonnagellackentferner meine Nägel nach einem Sommer dann auch nicht mehr vorhanden waren ...
Mittlerweile gibt es da ja bessere Alternativen – und wieder viele tolle bunte Farben- und irgendwie stehe ich wieder auf die bunte, vielfältige Nagellackfarbwelt. Natürlich muss die Farbe zum Anlass und auch der Saison passen, also ist eine gewisse Auswahl erwünscht. Entsprechend hat sich da eine ganze Ansammlung bei mir gebildet – und nicht nur bei mir. Die Damen im Freundeskreis (ich nenne keine Namen, Ihr erkennt Euch selbst!) sind ebenfalls im Farbrausch und so tauschen wir uns immer mal aus, wenn die eine oder andere etwas Neues gefunden hat.
Nur wie merkt man sich solche Tipps? In meiner Kindheit hatte meine Mutter Nagellack Nummer 12345 und da musste man dann suchen oder hatte die Nummer bis in die Drogerie wieder vergessen. Umso cooler finde ich die Entwicklung zur Namensgebung für die vielen Farben. Unter Ballet-Slipper, Boat-Trip oder Summer to go kann man sich schon die Farben vorstellen und Produktnamen wie Charming, My place or yours sowie Rich & Royal sorgen immer wieder für Lacher. Wer vergisst das schon? Eine praktische Idee und witzig dazu: Da kommt die gute Laune schon beim Aussuchen und Kichern im Laden!
Gerade jetzt, wo der Frühling und die wärmeren Temperaturen greifbar sind, ist es Zeit, die Wollsocken wegzuräumen und Farbe zu bekennen, Heavenly Girl aufzutragen und so dem Winter Adieu zu sagen!

Mittwoch, 6. März 2013

Naumimade – Handmade Häkelwahn

Angefangen hat alles noch ganz unschuldig und ahnungslos in Dänemark Anfang Januar ... Ich wurde mit MyBoshi bekannt gemacht und über den Häkelhype aufgeklärt, der dank zweier Jungs und guter PR in Deutschland grassiert. Ist an mir bis dato total vorbeigegangen ;-)

Die Idee aber, mich mal an einer Mütze zu versuchen, fand ich gut und habe probeweise Wolle und eine Häkelnadel erstanden. Ich habe seit der Grundschule nicht mehr gehäkelt und war eher skeptisch! Witzig fand ich, dass mir die Verkäuferin im Wollelädchen erzählte, es sei tatsächlich ein Riesentrend, Mützen zu häkeln – und sie im letzten halben Jahr so viele männliche Kunden hatte, wie in all den Jahren zuvor nicht zusammen.
Damit das Experiment nicht gleich scheitert, habe ich mich gebildet und praktische Anleitungsvideos gefunden – ich empfehle Woolpedia: Sie macht das wunderbar und man versteht es tatsächlich. Entsprechend gewappnet habe ich die erste Mütze gehäkelt und siehe da: Das ist tatsächlich easy und macht Spaß! Nachdem das recht fix ging, konnte es schlecht bei einer bleiben ... es gibt ja Freunde, Familie, …

Wie so oft hat sich das Phasenschwein eingenistet – ich habe im Laufe des Februars ca. 25 Mützen gehäkelt und parallel noch ein paar Aufbewahrungskörbchen, die ich schwupps in der Waschmaschine gefilzt habe. Ostern kann also kommen ;-) Dazwischen gab es noch ein bissel was Gestricktes (Schal, Pulswärmer) und so langsam sind alle versorgt und ich stelle hoffentlich langsam meine ständigen (!!!) Besuche im Wolleladen ein! (Verspreche ich mir selbst?!)

Da ich aber schon so im Handarbeitsrausch war, wollte ich auch, dass man das "Handmade" sieht … Gedacht, recherchiert und gekauft – meine Wäscheetiketten à la Naumimade, die in liebevoller Kleinarbeit auch noch aufgenäht werden. Bissel gaga ist das alles schon ;-)
Jetzt ist es endlich März – die Gartensaison steht bevor und ich werde meine Hände also langsam wieder in Erde statt Wolle stecken und die Strick- und Häkelnadeln bis Herbst verstauen. Allerdings habe ich ja auch noch ein paar Naumimade-Labels übrig und vielleicht wage ich mich an eine andere Handarbeit, die ich lange, lange nicht mehr gemacht habe: Nähen – ich werde berichten!

Freitag, 15. Februar 2013

Eine geht noch ... Bekenntnisse eines Serienfans

Meine liebe Freundin Nele hat sich kürzlich als Serienfan geoutet und sich über die gerade zu reinigende Kraft von Serien geäußert – und viel Zuspruch geerntet. Als ebenfalls bekennende Serienanhängerin kann ich ihr nur zustimmen: Tränen, Lachen, Schmerz Leid, Freude, Liebe, Spannung, Gewalt, Gerechtigkeit, Action, Politik, Berufsgruppen, Gut, Böse, Familie, Freunde, Paare, Kollegen ... alles drin! Serien sind so bunt wie die Welt und da geht es nicht darum, wie realistisch die Handlung ist und teilweise auch nicht, wer die Protagonisten sind, bzw. was sie machen. Denn wohl nur in einer Serie kann ich einen Serienkiller, einen Fiesling oder einen Mafiaboss ins Herz schließen (Dexter, Dr. House und The Sopranos)!
Bei Serien geht es doch vielmehr darum, sich in eine andere Umwelt zu katapultieren, sich hineinfallen zu lassen, mitzufiebern, gar mit zu leiden und das Vergnügen beim Anschauen einfach zu genießen. Wenn man dann noch das Glück hat, befreundete Fans einer Serie zu haben, ist auch noch die Möglichkeit des Austauschs gegeben. Zur durchaus reinigenden Wirkung kommt also noch das Gespräch und somit eine soziale Komponente hinzu – eine Einladung zum Serienabend oder einem Serienmarathon? Nur zu!
Ich amüsiere mich königlich, wenn ich andere zu einer Serie anstachele oder selbst so heiß gemacht werde, dass ich sie schauen muss; wenn mir Freunde gestehen, dass die Staffel so einen fiesen Cliffhanger hatte, dass sie am nächsten Tag direkt die nächste Staffel gekauft haben oder wenn mich ein kicherndes Etwas am Telefon erreicht, weil man gerade so über eine Szene lachen muss oder weil man Trost braucht, weil es so traurig war ...
Die Faszination reicht weit zurück und ich stelle fest, dass der Grundstein für meine Serienleidenschaft bereits früh gelegt wurde: sei es mit Kinderserien wie Dr. Snuggles oder Silas, mit Familienserien wie Schwarzwaldklinik und Ich heirate eine Familie oder später Fackeln im Sturm und Dornenvögel. Da saßen dann mehr oder weniger alle vor dem Fernseher und haben mitgeschaut. Und auch, wenn wir als Kinder viel gespielt haben und draußen waren, weiß ich noch, dass Ein Colt für alle Fälle, Agentin mit Herz, Hart, aber herzlich, Remington Steele und MacGyver durchaus ein Argument waren, nach Hause zu gehen … um unsere Serien zu schauen und Abenteuer zu bestehen.
In Schul- und Studienzeiten hat sich daran nicht viel geändert – wir haben andere Serien geschaut, aber häufig war es immer noch ein Gruppenevent, wenn Beverly Hills und Melrose Place, ER, Ally McBeal, Roseanne oder Magnum über den Bildschirm flimmerten. Etwas später kamen Friends, SATC, Six Feet Under und Gilmore Girls hinzu – und somit viel Herzschmerz, Sex und Skurrilitäten, die es zu besprechen galt.

Die Serien haben sich verändert und wir sind alle älter geworden, doch manche Serien sind für mich fest mit realen(!) Personen verwoben und es ist großartig, dass man mit ihnen auch nach Jahren noch über einzelne Szenen lachen, weinen oder diskutieren kann und manche Dialoge mittlerweile geflügelte Worte sind. Schön, dass es auch in Zukunft immer wieder neue Serien geben wird, die es sich zu entdecken lohnt, alte, die man ausgraben kann und sich aus einer anderen Perspektive noch einmal daran erfreut, wieder andere, die man besser verdrängt und solche, die all time favorites werden. Ich lobe mir das Abschalten und Entspannen, das Eintauchen in eine andere Welt und die Gespräche drumrum – aktuell über Grey’s Anatomy, Sherlock Holmes und Homeland. Es geht also noch eine Folge. Und noch eine… und noch eine ...