Dienstag, 18. Oktober 2011

Das trägt man jetzt so ... Mode-Impressionen auf der Frankfurter Buchmesse 2011

Leider kann man (oder besser gesagt ich) gar nicht so schnell die Kamera zücken, wie man möchte und dadurch entgeht einem sooo vieles ... Es gibt ja auf der Messe per se EINIGES zu sehen, doch der Connaisseur genießt über die Buchpracht hinaus. Da gibt es Menschen, die mitten auf der Messe schlafen können oder einfach ein bissel meditieren, um sich dann ganz zen-mäßig wieder ins Getümmel zu stürzen. Das ist beinahe beneidenswert schön.
Es gibt viele dieser klitzekleinen Momente, die man festhalten möchte, aus ganz unterschiedlichen Gründen. In diesem Jahr möcht ich mich aber zumindest kurz der eigentlichen Optik – dem weiblichen Messeoutfit widmen.

Stylish: Ganz eindeutig ist der Trend 2011 bei den Frauen Desigual. Zwar sah man bereits in den letzten Jahren einige Damen in den auffallenden Röcken, Kleidern oder Mänteln, doch wenn ich die Messe-Marke schlechthin für dieses Jahr wählen dürfte: Desigual!
Konservativ: Businesskostüme an Verlagsfrauen sind eher selten gesät, doch durchaus vorhanden. Klassische Kostüme und Farben, unaufdringlich, dezent und  stilvoll. Meist schön anzuschauen, fällt aber in der Buchbranche zumindest bei den Buchweibchen auf.
Kulturell: Wir arbeiten ja im Kulturbereich und da trägt sich Filz und Schwarz einfach gut – zumal man vor den Hallen bereits die Kleider für 2012 erwerben kann. Alternativ in diesem Jahr auch der Nerdlook, der etwas schicker und cooler daher kommt und durch das It-Accessoire, die Nerdbrille, besticht.
Farbenfroh: Knallgrüner Rock mit gewagter Strickjacke in Karibik-Türkis-Hellblau, Träume in Kanarienvogelgelb und leuchtendem Pinker als Pink. Manche Farbtupfer waren eine Augenweide, manche hingegen ... vor allem kombiniert, doch eher ein Anlass für Tränen im Auge des Betrachters. Fazit: Farbe gut, aber in Maßen und mit ästhetischem Empfinden gewählt!
Extravagant: Fell oder wahlweise Kostüme und damit meine ich weder Nerz noch Businesskostüme – wobei es die ja durchaus auch vereinzelt gibt ... Nicht tierische Felle, sondern tierische Outfits und ausgefallene Kostüme bei den Cosplayern lassen das den Betrachter häufig stutzen und einen zweiten Blick riskieren.

Auch wenn die Frauen einfach mehr Modepotential auf der Messe boten, möchte ich doch die Männer nicht ganz unkommentiert lassen.
Daher also drei kleine Beobachtungen:
Auch Anzüge stehen leider wider besserer Annahme nicht allen Männern.
Die beliebten Kulturellen-Accessoires wie auffallende Brille und farbiger Schal zum intellektuellen Schwarz nehmen ab. Dafür wird die Männerhandtasche deutlich weiblicher.
Die Fußbekleidung! In der Verlagsbranche darf man sich gerne auch mal unkonventionell geben. Da gibt es seit Jahren neben den Anzugschuhen auch jene, die durch Sneakers und weit lässigeres Schuhwerk bestechen. Doch 2011 schien Wildleder und Extravaganz ganz vorne angesiedelt zu sein ... Ein Trend?



Von schön bis amüsant, von grauslig bis traumhaft – es war alles dabei. Ich fand es spannend und unterhaltsam und weiß, dass ich da nicht die Einzige war ;-)

Montag, 10. Oktober 2011

Mein persönliches Vor-Buchmessen-ABC

A wie Apps für Frankfurt und die Buchmesse runterladen
B wie Blasenpflaster kaufen – man weiß ja nie
C wie Countdown, der ...
D wie mit Dodo ein zweites Jahr als Team dabei sein!
E wie Eintrittskarten besorgen
F wie Fußpflege – die müssen schließlich einiges leisten
G wie Gastland: 2011 Island – ob ich dieses Jahr mal mehr davon mitbekomme?
H wie Handtasche packen nach der Devise: alles Wichtige dabei und doch noch Platz
I wie Island – ich lese vorbereitend zumindest einen isländischen Krimi, zählt das?
J wie Jahrestreffen schlechthin
K wie Kleidercheck, morgens bügeln oder schlaftrunken Kleider suchen, geht gar nicht
L wie Literatur, gibt es die nächsten Tage satt
M wie Messefieber, das langsam anfängt auszubrechen
N wie Nagelpflege – Mädchenvorbereitung :-)
O wie Organisation, denn die ist alles auf der Messe
P wie Pausen mit netten Kolleginnen und Kollegen – vorzugsweise im Freien
Q wie Quellen, gute: Gespräche, Tipps und Tratsch
R wie Restaurants für den Abend, damit es nicht wieder allzu abenteuerlich wird ...
S wie Schriftsteller – wer kommt, wer kommt nicht?
T wie Termine für die Agentur und natürlich auch private Treffen ausmachen und schwupps, bleibt doch nicht mehr so viel Zeit für persönliches Umschauen ...
U wie (Ue)Übernachtungsgast, auf den ich mich schon sehr freue!
V wie Vorfreude und die ist wie jedes Jahr riesig!
W wie Wiedersehen, das große ... hat ein bissel was von Ferienlager
X wie X-Faktor, für mich die ungeplanten Begegnungen und Überraschungen, von denen die Buchmesse immer einige bereithält
Y wie Yippie!
Z wie zahlreiche Begegnungen, auf die ich mich freue!

Am Mittwoch geht's los - bis dann in Frankfurt!

Dienstag, 2. August 2011

Von Riesentomaten, Monsterzucchini und anderen Gartenfreuden

Es ist ja Sommer, eigentlich ... Aber irgendwie war der Juli doch recht verregnet und hat sich nicht gerade von seiner charmantesten Seite gezeigt. Nachdem Mai und Juni wirklich schön und auch sehr heiß waren, hat der viele Regen dem Garten gut getan. Allerdings nicht nur den erwünschten Blumen- und Pflanzenkindern, sondern auch dem Unkraut.

Regen heißt halt leider auch, dass die Gärtnerin selbst nicht so viel werkeln konnte, wie sie wollte. So stelle ich einerseits voller Verzücken fest, dass Tomaten, Zucchini, Salate, Trauben, Blumen und einiges mehr gedeihen, andererseits ist es ungewollt grün – das Unkraut hat ein atemberaubendes Tempo an den Tag gelegt: Es ist das Erbe des Vorbesitzers, der immer gerne das Unkraut einfach nur umgegraben hat, anstatt es zu entsorgen.

So heißt es jetzt wieder mal von vorne zu beginnen und dem Grün den Kampf anzusagen. Neben dem Unkraut, rankt das Efeu der Nachbarn auf unheimliche Weise immer wieder weit ins Beet und dank Paul und seiner Eichhörnchenfamilie ist es keine Kunst an einem Tag ca. 30 Nussbaumzöglinge zu finden, die ausgemacht werden müssen.
Dazwischen gilt es regelmäßig nach den Zöglingen zu schauen, zu hoffen, dass sich keine Schnecken an meine Pflänzchen und Salate machen und die Zucchini im Auge zu behalten. Diese entpuppen sich als running-gag. Ich sehe die Blüten, ich sehe erste zarte Triebe und wenn ich mich umdrehe, ist es eine ausgewachsene Zucchini!









Neben Zucchini und Kohlrabi entwickeln sich auch die Tomaten. Zeit, dass die Sonne wieder anständig scheint und ihnen ein hübsches Rot verpasst. Die ersten Cocktail-, Fleisch- und Birnentomaten waren aber schon sehr lecker! Auch die Feigen reifen heran, die Trauben färben sich langsam, die Äpfel werden groß und knackig. Es darf also bald gebacken werden ;-) Es ist wirklich toll, Frisches aus dem Garten zum Essen zu ernten. Passende Kräuter finden sich ebenfalls im Garten und ich finde es einfach großartig.

Es macht einfach Spaß zuzuschauen, wie schnell sich alles entwickelt. Klar gibt es auch viel zu tun. Man darf nicht unterschätzen, wie arbeitsintensiv Gartenarbeit ist – aber es lohnt sich! Meine ersten Fehlplanungen entdecke ich durch die ungeheure Entwicklung ebenfalls. Einiges möchte ich im nächsten Jahr anders anordnen. Manche Blumen werden höher/breiter als gedacht, Gemüse entwickelt sich schneller/langsamer oder Kombinationen sehen nicht so aus wie gewünscht. Die Natur hat halt ihren eigenen Kopf und ich bin noch Anfänger ;-)

Also heißt es in den nächsten Wochen dranbleiben, das Unkraut eindämmen und sich an frischem Obst und Gemüse sowie an Blüten zu erfreuen und sich Gedanken zu machen, wie ich das eine oder andere noch einmal neu gestalte. Schließlich kommt der Herbst schneller als man denkt und bis dahin sollte man die Zeit draußen wirklich genießen!!