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Mittwoch, 22. Dezember 2010

Weihnachtskino - Filme für vor, während und nach den Feiertagen

Okay, neben Büchern und einem früh ausgebildeten Leseeifer haben mich definitiv von klein auf Filme geprägt. Im Laufe der Jahre haben sich die beiden Leidenschaften immer weiterentwickelt und mich in einem Anfall von Wahn sogar dazu bewegt, eine Doktorarbeit über Billy Wilder schreiben zu wollen. Der Weg war lange, länger und noch länger. Schließlich kommt es im Leben immer anders als man denkt ...
Doch seit gestern darf ich endlich sagen: Das Thema ist abgeschlossen und ich freue mich riesig über das beste Weihnachtsgeschenk, das ich mir selbst machen konnte! Jetzt kann ich wieder völlig entspannt Filme anschauen – auch meine Lieblingsfilme von Wilder ;-)
Zur Einstimmung auf Weihnachten – beim Einpacken von Geschenken, beim Weihnachtskarten schreiben oder auch einfach zum Genuss, weil man Zeit hat – gibt es einige Filme, die nicht fehlen dürfen. Ich weiß, die Mischung wirkt sicher skurril, fragt nicht nach den Kriterien ...
Hier also meine ganz subjektive, unsortierte Auswahl an Filmen (überwiegend "Klassiker", ohne die üblichen Weihnachtsverdächtigen), die man einfach mal (wieder) schauen sollte:


Manche mögen’s heiß (Some like it hot)
Das Appartement (The Apartment)
Eins, Zwei, Drei (One, Two, Three)
Zeugin der Anklage (Witness for the Prosecution)
Wir sind keine Engel (We’re no angels)
Ist das Leben nicht schön (It’s a Wonderful Life)
Arsen & Spitzenhäubchen (Arsenic and Old Lace)
Stirb langsam (Die Hard)
Herr der Ringe (The Lord of the Rings)
Tatsächlich Liebe (Love Actually)
Fackeln im Sturm (North and South)
Leoparden küsst man nicht (Bringing up, baby)
Die unteren Zehntausend (Pocketful of Miracles)
Jenseits von Afrika (Out of Africa)
Frühstück bei Tiffany (Breakfast at Tiffany's)
Der unsichtbare Dritte (North by Northwest)
Über den Dächern von Nizza (To Catch a Thief)
Die Katze auf dem heißen Blechdach (Cat on a hot tin roof)
Verhandlungssache (The Negotiator)
Tote schlafen fest (The Big Sleep)
Shogun
Topkapi
Fight Club
Casablanca
African Queen
Mary Poppins
...

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Besinnliche Weihnachtszeit? Backwahn und vorausschauende Planungen

Angefangen hat es eigentlich damit, dass Dodo bereits Anfang November die ersten leckeren Cantuccini gebacken hat und die erste Tüte in der Agentur und der Familie großen Anklang gefunden hat. Dem guten Beispiel folgend, wollte ich also auch im November schon mit dem Backen angefangen.
In meiner Kindheit hat meine Mutter mit mir gebacken: traditionell gab es leckere Hildabrötchen – die mit der Marmeladenfüllung zwischen zwei Deckeln – dazu die allseits geliebte Linzertorte und ein paar andere Sorten. Recht früh hat sich meine Mutter aus dem „Backgeschäft“ zurückgezogen und irgendwie habe ich diese Aufgabe geerbt ...
Es hat sich aber in den letzten Jahren immer als einziger Backwahn entpuppt, da ich in der Regel nicht vor dem 2. Advent angefangen habe und dann an einem oder zwei Wochenenden meinte, alles backen zu müssen. Also stürze ich mich seit Jahren in die Supermärkte und fühle mit hektischen Hausfrauen, die daran verzweifeln, dass bereits Anfang Dezember nur noch gemahlene Mandeln und keine gehobelten mehr da sind und sich über die unverschämt teuren Vanilleschoten ärgern. Dann hieß es in der Vergangenheit alle Sorten mehr oder weniger auf einen Schlag zu backen. Da bereits beim Anblick der Masse der Gedanke aufkommt, es könnte doch sehr lange dauern, was die Motivation sinken lässt, greife ich zu dem Trick, Teigsorten vorzubereiten und kalt zu stellen. Dann ist der Teig schon da und MUSS gebacken werden.
Plätzchenauswahl 2010
2010 sollte also entspannt werden und siehe da: Frühes Backen lohnt sich und macht auf einmal wieder richtig Spaß! Der große Vorteil des frühen Vogels zeigt sich bereits beim Einkauf. Entspannt lässt sich alles besorgen, denn die Auswahl ist noch groß. Zudem habe ich in Etappen immer nur zwei-drei Sorten gebacken, Musik gehört, neue Sorten und Familietraditionspflichten produziert und mir Zeit gelassen. Zwischen Mandel- und Vanilleduft sind in großen Mengen immerhin 10 Sorten entstanden; u. a. Mandelzöpfe, Linzertorte, Cantuccini, Haselnussmakronen, Honiguchen, Nussecken, Mohnschnecken und Aufläufer. Das kann noch lange nicht mit den Sortenmeistern mithalten, aber das ist für mich okay. Unübertroffen ist eine liebe Freundin meiner Mutter, die in diesem Jahr 28 (!!) Sorten gebacken hat – Respekt! So viele saure Gurken können gar nicht in meinem Kühlschrank sein ;-)
Das Schöne am frühen Backen ist, dass man den ganzen Dezember schon Plätzchen anbieten und verschenken kann. Zudem entspannt es die Adventszeit und vorausschauend – wenn auch eher intuitiv ahnend als wirklich planend – schützt es vor bösen Überraschungen, wenn im Dezember doch noch etwas geschieht, das einen komplett in Beschlag nimmt. So ist es mir ergangen und umso dankbarer bin ich jetzt für die Plätzchen. Denn jetzt muss ich mich einem anderen Projekt widmen und alles andere hinten anstellen. Schade nur, dass es bei den Weihnachtsgeschenken und Karten nur bedingt geklappt hat.... ;-)
Mehr davon kurz vor Weihnachten. Bis dahin: Eine schöne, möglichst unstressige Adventszeit und gutes Gelingen bei den weihnachtlichen Vorbereitungen!

Sonntag, 28. November 2010

Dekowahn & Kiefernduft

Advent, Advent ... Es ist soweit – so langsam weihnachtet es tatsächlich. Gebacken wird hier schon seit einiger Zeit in Etappen, dieses Wochenende stand jedoch im Zeichen des Dekowahns. Das neue Zuhause schreit in diesem Jahr förmlich nach Dekoration. Zudem habe ich mich zum ersten Mal gemeldet, das Weihnachtsfest für die Familie bei mir auszurichten – schließlich bin ich zurück in Mainz. Es soll natürlich großartig werden, denn ich neige ja zu einem ganz leichten Perfektionismus. Entsprechend plane ich geistig bereits das Essen für Heilig Abend, mache mir Gedanken um die Deko und den Baum, den ich dieses Jahr haben werde!
Kein Adventskranz in diesem Jahr, sondern ein längliche Form, die sich gut auf dem Tisch macht, schwebte mir vor. Letzte Woche habe ich bereits die Weihnachtsausstellung im Baumarkt überfallen und alle Zutaten erjagt, die ich so eingeplant habe. Tannen und Kieferzweige haben auch ihren Weg zu mir gefunden und der Duft, macht langsam Lust auf Weihnachten.
Von Dekowahn & Dekolust ... Einen schönen 1. Advent!
Ich mache mich immer liebevoll über eine Freundin lustig, die wirklich die Dekoqueen ist und Massen besitzt. In den letzten Tagen habe ich sie bereits aufgezogen und geärgert, weil sie bereits einen Baum gekauft und Kistenweise Weihnachtssachen rausgeräumt hat ... bis ich meine Schatzkisten öffnete. Oh my gosh! Ich bin kein Deut besser ;-) Mea culpa! Elche, Federflügel, Christbaumkugeln, Strohanhänger, Orangenschalen, Zimtstangen ... Wo kommt das alles her? Aber es hat Spaß gemacht! Ich habe adventskranzartige Gestecke gemacht, die Wohnung dekoriert, Zweige in Vasen gestellt, geschmückt und geputzt – und schon sieht’s weihnachtlich aus.
Das Weihnachtsmenü steht geistig bereits und ich ahne wie der Tannenbaum aussehen soll. Jetzt heißt es die restlichen Plätzchen backen, Weihnachtsgeschenke besorgen und stricken, Karten schreiben und natürlich den Baum kaufen, – schließlich habe ich gerade gelernt, dass man das beizeiten macht. Das Wetter wirkt schon weihnachtlich weiß, die Kerzen brennen, der Tee dampft und ein bissel hängt der Kiefernduft noch im Raum. Witzigerweise bin ich noch nicht in der Stimmung für Weihnachtsmusik oder -filme, aber zum ersten Mal seit Jahren, gehe ich es langsam und in Etappen an und siehe da: Das nennt man wohl Besinnlichkeit – Dinge mit Spaß und Muße tun. So langsam glaube ich, es wird wirklich Weihnachten.