Meine liebe Freundin Nele hat sich kürzlich als Serienfan geoutet und sich über die gerade zu reinigende Kraft von Serien geäußert – und viel Zuspruch geerntet. Als ebenfalls bekennende Serienanhängerin kann ich ihr nur zustimmen: Tränen, Lachen, Schmerz Leid, Freude, Liebe, Spannung, Gewalt, Gerechtigkeit, Action, Politik, Berufsgruppen, Gut, Böse, Familie, Freunde, Paare, Kollegen ... alles drin! Serien sind so bunt wie die Welt und da geht es nicht darum, wie realistisch die Handlung ist und teilweise auch nicht, wer die Protagonisten sind, bzw. was sie machen. Denn wohl nur in einer Serie kann ich einen Serienkiller, einen Fiesling oder einen Mafiaboss ins Herz schließen (Dexter, Dr. House und The Sopranos)!
Bei Serien geht es doch vielmehr darum, sich in eine andere Umwelt zu katapultieren, sich hineinfallen zu lassen, mitzufiebern, gar mit zu leiden und das Vergnügen beim Anschauen einfach zu genießen. Wenn man dann noch das Glück hat, befreundete Fans einer Serie zu haben, ist auch noch die Möglichkeit des Austauschs gegeben. Zur durchaus reinigenden Wirkung kommt also noch das Gespräch und somit eine soziale Komponente hinzu – eine Einladung zum Serienabend oder einem Serienmarathon? Nur zu!
Ich amüsiere mich königlich, wenn ich andere zu einer Serie anstachele oder selbst so heiß gemacht werde, dass ich sie schauen muss; wenn mir Freunde gestehen, dass die Staffel so einen fiesen Cliffhanger hatte, dass sie am nächsten Tag direkt die nächste Staffel gekauft haben oder wenn mich ein kicherndes Etwas am Telefon erreicht, weil man gerade so über eine Szene lachen muss oder weil man Trost braucht, weil es so traurig war ...
Die Faszination reicht weit zurück und ich stelle fest, dass der Grundstein für meine Serienleidenschaft bereits früh gelegt wurde: sei es mit Kinderserien wie Dr. Snuggles oder Silas, mit Familienserien wie Schwarzwaldklinik und Ich heirate eine Familie oder später Fackeln im Sturm und Dornenvögel. Da saßen dann mehr oder weniger alle vor dem Fernseher und haben mitgeschaut. Und auch, wenn wir als Kinder viel gespielt haben und draußen waren, weiß ich noch, dass Ein Colt für alle Fälle, Agentin mit Herz, Hart, aber herzlich, Remington Steele und MacGyver durchaus ein Argument waren, nach Hause zu gehen … um unsere Serien zu schauen und Abenteuer zu bestehen.
In Schul- und Studienzeiten hat sich daran nicht viel geändert – wir haben andere Serien geschaut, aber häufig war es immer noch ein Gruppenevent, wenn Beverly Hills und Melrose Place, ER, Ally McBeal, Roseanne oder Magnum über den Bildschirm flimmerten. Etwas später kamen Friends, SATC, Six Feet Under und Gilmore Girls hinzu – und somit viel Herzschmerz, Sex und Skurrilitäten, die es zu besprechen galt.
Die Serien haben sich verändert und wir sind alle älter geworden, doch manche Serien sind für mich fest mit realen(!) Personen verwoben und es ist großartig, dass man mit ihnen auch nach Jahren noch über einzelne Szenen lachen, weinen oder diskutieren kann und manche Dialoge mittlerweile geflügelte Worte sind. Schön, dass es auch in Zukunft immer wieder neue Serien geben wird, die es sich zu entdecken lohnt, alte, die man ausgraben kann und sich aus einer anderen Perspektive noch einmal daran erfreut, wieder andere, die man besser verdrängt und solche, die all time favorites werden. Ich lobe mir das Abschalten und Entspannen, das Eintauchen in eine andere Welt und die Gespräche drumrum – aktuell über Grey’s Anatomy, Sherlock Holmes und Homeland. Es geht also noch eine Folge. Und noch eine… und noch eine ...
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Freitag, 15. Februar 2013
Mittwoch, 22. Juni 2011
Happy Birthday, Billy (Wilder) ... Zum 105. Geburtstag
Ich würde lügen, würde ich behaupten, ich wüsste noch, wann ich meinen ersten Billy Wilder-Film gesehen habe. Doch mein Interesse an alten Streifen aus der „Goldenen Ära Hollywoods“ ist früh geweckt worden. Wenn früher am Wochenende auf den dritten Programmen alte schwarz-weiß Filme liefen, dann schauten wir diese in der Familie. Auf diese Weise sah ich Klassiker wie „Bringing up, Baby“, „Gentlemen prefer Blondes“, „Arsenic and Old Lace“ oder „African Queen“. Kein Wunder, dass mich während des Studiums ebensolche Filme interessierten und meine Magisterarbeit über Ernst Lubitsch entstanden ist. Als die Themenwahl für meine Dissertation anstand, fiel die Entscheidung letztlich auf Lubitschs „Ziehsohn“: Billy Wilder.
Mittlerweile sind knapp acht Jahre vergangen, in denen mich Billy und seine Filme beschäftigt und begleitet haben. Die Dissertation ist abgeschlossen, die Publikation steht kurz bevor und noch immer faszinieren mich diese Filme. Wer sie kennt, weiß welche guter Beobachter Wilder war, wie nachhaltig pointiert die Filme sind, wie treffend formuliert die Dialoge klingen und wie aktuell die Themen auch heute noch sind. Das Themen- und Figurenspektrum ist immens und für seine Zeit visionär: Pechvögel, Politiker, (Ehe-)Frauen und Männer, Mörder, Kriegsgefangene, Alkoholiker, Journalisten, Showstars und Manager tragen u. a. Themen wie Travestie, Kuppelei und Prostitution, Angriffe auf das Hollywood-System, auf Politik und Presse ... Gut verpackt in (zumeist) Komödien trifft der filmische Gesellschaftskarikaturist den Nerv – und wurde deshalb nicht selten als Zyniker verurteilt.
Heute gelten Filme wie „Some like it hot“, The Apartment“, „The Seven Year Itch“ oder „One, Two, Three“ ebenso als Klassiker wie Bonmots à la „Nobody s perfect“. Doch Wilders Werk bietet neben den bekannten Komödien, noch eine ganze Reihe weiterer Filme, die es zu schauen lohnt. Vielleicht ist ja der heutige 105. Geburtstag ein guter Anlass, eine Lanze für das Entdecken des Wilderschen Kosmos’ zu brechen. Die meisten Filme sind mittlerweile auch in Deutschland erhältlich. Anschauen sollte man sie aber, wenn möglich im Original – es lohnt sich!
Alle Filme zu sehen ist (vielleicht) ein bissel ambitioniert, aber um einen Eindruck des breiten Spektrums zu bekommen, empfehle ich neben den genannten:
„Ace in the Hole“
„A Foreign Affair“
„Buddy, Buddy“
„Double Indemnity“
„Five Graves to Cairo“
„Love in the Afternoon“
„Stalag 17“
„Sunset Boulevard“
„The Fortune Cookie“
„The Front Page“
„The Lost Weekend“
„Witness for the Prosecution“
Mittlerweile sind knapp acht Jahre vergangen, in denen mich Billy und seine Filme beschäftigt und begleitet haben. Die Dissertation ist abgeschlossen, die Publikation steht kurz bevor und noch immer faszinieren mich diese Filme. Wer sie kennt, weiß welche guter Beobachter Wilder war, wie nachhaltig pointiert die Filme sind, wie treffend formuliert die Dialoge klingen und wie aktuell die Themen auch heute noch sind. Das Themen- und Figurenspektrum ist immens und für seine Zeit visionär: Pechvögel, Politiker, (Ehe-)Frauen und Männer, Mörder, Kriegsgefangene, Alkoholiker, Journalisten, Showstars und Manager tragen u. a. Themen wie Travestie, Kuppelei und Prostitution, Angriffe auf das Hollywood-System, auf Politik und Presse ... Gut verpackt in (zumeist) Komödien trifft der filmische Gesellschaftskarikaturist den Nerv – und wurde deshalb nicht selten als Zyniker verurteilt.
Heute gelten Filme wie „Some like it hot“, The Apartment“, „The Seven Year Itch“ oder „One, Two, Three“ ebenso als Klassiker wie Bonmots à la „Nobody s perfect“. Doch Wilders Werk bietet neben den bekannten Komödien, noch eine ganze Reihe weiterer Filme, die es zu schauen lohnt. Vielleicht ist ja der heutige 105. Geburtstag ein guter Anlass, eine Lanze für das Entdecken des Wilderschen Kosmos’ zu brechen. Die meisten Filme sind mittlerweile auch in Deutschland erhältlich. Anschauen sollte man sie aber, wenn möglich im Original – es lohnt sich!
Alle Filme zu sehen ist (vielleicht) ein bissel ambitioniert, aber um einen Eindruck des breiten Spektrums zu bekommen, empfehle ich neben den genannten:
„Ace in the Hole“
„A Foreign Affair“
„Buddy, Buddy“
„Double Indemnity“
„Five Graves to Cairo“
„Love in the Afternoon“
„Stalag 17“
„Sunset Boulevard“
„The Fortune Cookie“
„The Front Page“
„The Lost Weekend“
„Witness for the Prosecution“
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Mittwoch, 22. Dezember 2010
Weihnachtskino - Filme für vor, während und nach den Feiertagen
Okay, neben Büchern und einem früh ausgebildeten Leseeifer haben mich definitiv von klein auf Filme geprägt. Im Laufe der Jahre haben sich die beiden Leidenschaften immer weiterentwickelt und mich in einem Anfall von Wahn sogar dazu bewegt, eine Doktorarbeit über Billy Wilder schreiben zu wollen. Der Weg war lange, länger und noch länger. Schließlich kommt es im Leben immer anders als man denkt ...
Doch seit gestern darf ich endlich sagen: Das Thema ist abgeschlossen und ich freue mich riesig über das beste Weihnachtsgeschenk, das ich mir selbst machen konnte! Jetzt kann ich wieder völlig entspannt Filme anschauen – auch meine Lieblingsfilme von Wilder ;-)
Zur Einstimmung auf Weihnachten – beim Einpacken von Geschenken, beim Weihnachtskarten schreiben oder auch einfach zum Genuss, weil man Zeit hat – gibt es einige Filme, die nicht fehlen dürfen. Ich weiß, die Mischung wirkt sicher skurril, fragt nicht nach den Kriterien ...
Hier also meine ganz subjektive, unsortierte Auswahl an Filmen (überwiegend "Klassiker", ohne die üblichen Weihnachtsverdächtigen), die man einfach mal (wieder) schauen sollte:
Doch seit gestern darf ich endlich sagen: Das Thema ist abgeschlossen und ich freue mich riesig über das beste Weihnachtsgeschenk, das ich mir selbst machen konnte! Jetzt kann ich wieder völlig entspannt Filme anschauen – auch meine Lieblingsfilme von Wilder ;-)
Zur Einstimmung auf Weihnachten – beim Einpacken von Geschenken, beim Weihnachtskarten schreiben oder auch einfach zum Genuss, weil man Zeit hat – gibt es einige Filme, die nicht fehlen dürfen. Ich weiß, die Mischung wirkt sicher skurril, fragt nicht nach den Kriterien ...
Hier also meine ganz subjektive, unsortierte Auswahl an Filmen (überwiegend "Klassiker", ohne die üblichen Weihnachtsverdächtigen), die man einfach mal (wieder) schauen sollte:
Manche mögen’s heiß (Some like it hot)
Das Appartement (The Apartment)
Eins, Zwei, Drei (One, Two, Three)
Zeugin der Anklage (Witness for the Prosecution)
Wir sind keine Engel (We’re no angels)
Ist das Leben nicht schön (It’s a Wonderful Life)
Arsen & Spitzenhäubchen (Arsenic and Old Lace)
Stirb langsam (Die Hard)
Herr der Ringe (The Lord of the Rings)
Tatsächlich Liebe (Love Actually)
Fackeln im Sturm (North and South)
Leoparden küsst man nicht (Bringing up, baby)
Die unteren Zehntausend (Pocketful of Miracles)
Jenseits von Afrika (Out of Africa)
Frühstück bei Tiffany (Breakfast at Tiffany's)
Der unsichtbare Dritte (North by Northwest)
Über den Dächern von Nizza (To Catch a Thief)
Die Katze auf dem heißen Blechdach (Cat on a hot tin roof)
Verhandlungssache (The Negotiator)
Tote schlafen fest (The Big Sleep)
Shogun
Topkapi
Fight Club
Casablanca
African Queen
Mary Poppins
...
Das Appartement (The Apartment)
Eins, Zwei, Drei (One, Two, Three)
Zeugin der Anklage (Witness for the Prosecution)
Wir sind keine Engel (We’re no angels)
Ist das Leben nicht schön (It’s a Wonderful Life)
Arsen & Spitzenhäubchen (Arsenic and Old Lace)
Stirb langsam (Die Hard)
Herr der Ringe (The Lord of the Rings)
Tatsächlich Liebe (Love Actually)
Fackeln im Sturm (North and South)
Leoparden küsst man nicht (Bringing up, baby)
Die unteren Zehntausend (Pocketful of Miracles)
Jenseits von Afrika (Out of Africa)
Frühstück bei Tiffany (Breakfast at Tiffany's)
Der unsichtbare Dritte (North by Northwest)
Über den Dächern von Nizza (To Catch a Thief)
Die Katze auf dem heißen Blechdach (Cat on a hot tin roof)
Verhandlungssache (The Negotiator)
Tote schlafen fest (The Big Sleep)
Shogun
Topkapi
Fight Club
Casablanca
African Queen
Mary Poppins
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